Mehr als 54’000 antike Postkarten zählt die Sammlung, die wir digitalsiert und transkribiert haben. Unsere Auftraggeberin hat die gesamte Sammlung dem Spezialarchiv der ETH-Bibliothek Zürich vermacht. Bis auf wenige Ausnahmen können alle Bilder im online-Bildarchiv der ETH durchstöbert werden.

Adolf Feller, zunächst Obsthändler, später Industrieller, hatte ein aussergewöhnliches Hobby: Er sammelte Postkarten.
Er stiftete nicht nur Verwandte und Bekannte an, ihm Postkarten zu senden, er inserierte auch in Zeitungen weit entfernter Länder und suchte aktiv Postkartentausch-Freundschaften. Seine Leidenschaft resultierte in einer riesigen Sammlung von Postkarten aus aller Welt, die seine Tochter, Elisabeth Feller, nach seinem Tod weiterführte und mit eigenen gesammelten Karten ergänzte.

In einem Zeitraum von 5 Jahren haben wir mehr als 54’000 meist antike Postkarten digitalisiert und dabei über 108’000 Fotos geschossen.
Die frühest datierte Postkarte stammt aus dem Jahr 1889. 42’735 Postkarten haben eine Datumsangabe. Bei mehr als 10’000 Karten wurde die Botschaft transkribiert, was aufgrund von krakeligen und eigenwilligen Handschriften nicht immer ganz einfach war… Allerweltsbotschaften über Wetter, Speis und Trank sowie andere vordergründig unwichtige Nachrichten wurden als Grussbotschaft klassifiziert. Die Sammlung enthält Postkarten aus 141 Ländern, davon 14’597 aus der Schweiz, die wiederum einem Kriterienkatalog, der in leicht angepasster Weise demjenigen der Professur für Landschaftsforschung entspricht, zugeordnet wurden.

NZZ online Artikel
pdf-Download